kersi

Kinder sind der Sinn des Lebens
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Mittwoch, 02.11.2011, 09:44

Heute hab ich ein ganz liebes Mail bekommen von indian. Zu hören, dass man jemanden fehlt, tut einfach wahnsinnig gut, vor allem wenn es derzeit bergauf und bergab gleichzeitig geht.

Gestern aben ist mein Mann zweimal hintereinander umgekippt. Der Arzt hat ihn dann zur Abklärung ins Krankenhaus geschickt. Dort haben sie aber nix gefunden und dann konnte ich Ihn wieder nach Hause holen. Keiner fällt einfach so um. Ich mache mir nur so große Sorgen.

Mein kleines Zwetschgerl ist kein Zwetschgerl mehr, sondern ein Goaserl. Sie ist mein Augenstern und sie gibt mir so viel Kraft, auch wenn sie mir manchmal sehr große Herausforderungen stellt und mich ich geb es zu manchmal auch nervt. Da ich ja wieder 40 Stunden die Woche arbeite und trotzdem für mein Kind da sein will, ist das manchmal ganz schön viel. Mein Mann hilft sehr viel im Haushalt, aber ihn letzter Zeit hat er glaub ich verlernt zu entspannen. Er konnte nicht mal mehr ruhig sitzen bleiben. Wenn ich was gesagt hab, hat er nur herumgemeckert und mich angemault. Ich hoffe, dass er jetzt sieht, dass es auch für ihn Zeit für eine Veränderung ist. Mir ist aber auch bewusst geworden, dass ich mich verändern muss. Ich muss auch mal ein bisserl auf mich schauen und ned nur auf die anderen.

Im Herbst verändert sich anscheinend nicht nur die Natur, sondern auch oft das Leben oder die Einstellung zum Leben.


Dienstag, 17.08.2010, 07:02

Also Neuigkeiten gibt es derzeit viele, also werd ich euch mal kurz berichten.

Also mein kleines Zwetschgerl ist nicht mehr so klein, sondern für ihr Alter ziemlich groß. Sie läuft auch alleine und daher gibt es öfters mal ein kleines Bäulchen, wenn sie hinfällt. Hab gehört, dass das zum Erwachsenwerden dazugehört. Sie sagt natürlich Mama und Papa, aber meistens sagt sie auch zum Papa Mama, was ihn nicht sehr erfreut.

Ich hab bei uns im Ort eine Krabbelgruppe gegründet, die bisher sehr erfolgreich ist. Bei den zweiwöchigen Treffen sind die Stöpsel immer voll gut drauf und auch die Mamas kommen einmal zum tratschen. Ohne mich selbst zu sehr zu loben, ich glaub, dass mir das gut gelungen ist.

Beruflich hat sich auch etwas getan. Selbständig hab ich mich bereits voriges Jahr im September gemacht. Da hab ich aber hauptsächlich bei uns im Ort gearbeitet. Jetzt hab ich mir in einem Einkaufscenter in Kapfenberg Räumlichkeiten gemietet und werde da mit meinem Wissenszirkel hoffentlich groß durchstarten. Bildung (Nachhilfe für Schüler, Förderung von Lehrlingen, Einzel- und Gruppenunterricht für Erwachsene) zum vernünftigen Preis und das auf individueller Basis. Am Samstag mach ich einen Eröffnungstag. Hoffentlich kommen wenigstens meine Freunde vorbei, damit ich nicht ganz allein ankomme.

Urlaub es heuer noch keinen, aber ich plane ein verlängertes Wochenende im Herbst. Wir werden ja sehen, ob uns das gelingt.

So das war es mal für heute.
Liebe Grüße,
Kersi


Dienstag, 27.04.2010, 10:34

Kinder sind etwas wunderbares. Meine kleine Süße ist in der Zwischenzeit schon fast 11 Monate alt. Bald feiern wir Ihren ersten Geburtstag. Das erste Jahr verging rasend schnell. Wenn ich sie jetzt anschaue und sie prabelt so dahin und man hört dann doch zum ersten Mal Mama, dann geht einem so richtig das Herz auf.
Einmal wurde ich darauf hingewiesen, dass ich mit meinem Kind nicht in Babysprache sprechen soll, sondern so wie mit einem Erwachsenen. Ich wurde fast als schlechte Mama beschimpft. Doch ich habe zurückgeschlagen. Ich habe recherchiert und herausgefunden, dass neueste Studien zeigen, dass die Babys unterschiedliche Laute erlernen und sie das dann von den Eltern nachmachen. Also meine kleine Zwetschke plappert gerne so dahin: Wawawa, mamamamama,nananana,...... Ich finde es bezaubernd wie sie da voller Begeisterung erzählt. Doch wünschte ich, ich könnte bereits verstehen, was sie mir da die ganze Zeit erzählt. Da muss ich mich aber noch gedulden und doch muss ich froh sein, wenn die Zeit ned allzu schnell vergeht, da jeder Moment mit meiner Zwergin ein Wunder für mich ist.

Also liebe Mamas gebt euch der Babysprache hin und eure Kinder werden es euch danken.

lg
Kersi


Freitag, 11.12.2009, 20:31

Also weil ich so nett gefragt worden bin, wie es mir bzw. uns geht, hab ich mich kurzerhand entschlossen, mal wieder einen kleinen aber feinen Beitrag zu leisten.

Mein Zwetschgerl ist kein Zwetschgerl mehr. Das musst ich zu meinem Leidwesen feststellen. Seit gestern sitzt meine kleine nämlich nicht nur (wie schon seit ein paar Wochen) in ihrem Hochstuhl, sondern jetzt auch im Kindersitz im Auto. Die Babyschale war ihr nimmer gut genug. Naja der neue Kindersitz ist natürlich auch nur das Beste vom Beste. Hat die eine Omi gekauft. Mein Kind bekommt dauernd so viele Geschenke, dass ich Angst habe, dass sie eine verwöhnte Zicke wird. Nur das Beste vom Besten ist laut den Großeltern und den Paten gut genug für meine kleine Süße.

Ich glaube bald wird der erste Zahn kommen. Brei essen wir schon seit Wochen. Wir haben schon eine Lieblingsspeise, aber auch eine die wir gar ned mögen. Die Zeit verfliegt. Jetzt ist meine Kleine auch schon 6 Monate alt. Vor genau einem Jahr bin ich in Frühkarenz gegangen. Wo ist die Zeit geblieben. Kann mir das einer sagen?

So, wer mehr wissen will, einfach Kommentar schreiben.

lg
Kersi


Donnerstag, 08.10.2009, 21:15

Seit der Geburt meiner kleinen Tochter versuche ich immer wieder Sport zu machen. Ich hab es einmal geschafft walken zu gehen, hab mal Gymnastik gemacht, aber regelmäßig hab ich nix geschafft. Mir wurde klar, ich muss eine Alternative für mich finden und ich hab sie gefunden.

Kinderwagen schieben.

Ich sage euch, dass das jetzt sehr anstrengend ist. Ich bin heute mit dem Kinderwagen auf den Berg hinauf gegangen. Ich hab geschwitzt, die Kathrin hat geschrien (sie war heute allgemein etwas unruhig) und ich hab mich total gut gefühlt. Ich hab jetzt jeden Tag den Schwierigkeitsgrad gesteigert und ich fühl mich von Tag zu Tag besser.

Also denkt daran: Spazieren gehen tut nicht nur eurem Kind gut, sondern auch euch.

Im Bild seht ihr ein neues Foto von meiner kleinen Kathrin.

lg
Kersi


Dienstag, 23.06.2009, 13:15

Da ich mir momentan ein bissl unsicher bin, was ich essen darf und was nicht, möchte ich euch bitten mir eure Erfahrungen zum Thema "Ernährung in der Stillzeit" mitzuteilen. Ich hab zum Beispiel nicht gewusst, dass Pizza und frisches Brot auch tabu sind. Bohnen und Sauerkraut waren klar. Ich möchte nämlich nicht, dass es meinem Zwetschgerl schlecht geht. Ich trinke daher auch den wundervoll schmeckenden Tee, den mir meine Hebamme empfohlen hat.

Also bitte ich um zahlreiche Tips.

lg
Kersi


Dienstag, 16.06.2009, 17:18

Also nun ist es so weit. Kathrin Paula hat am 9.6.2009 um 22.28 Uhr das Licht der Welt erblickt. Genau am Geburtstag der leider schon verstorbenen Urlioma (zweiter Vorname kommt daher). Bei der Geburt war sie 47 cm lang und 2570 g schwer. Das waren einmal die harten Fakten.

Ich hab euch ja erzählt, dass ich in der Ambulanz im Krankenhaus ja viele aufregende (im negativen Sinn) Dinge erlebt habe. Nach meiner letzten Story habe ich ja schon den nächsten Horror in der Ambulanz befürchtet. So war es dann auch. Als ich kam, dachte ich noch, dass ich diesesmal nicht so lange warten müsse, weil nur noch eine weitere Schwangere im Warteraum war. Nach einer halben Stunde meldete sich ein neues Paar an. Die Frau sprach nicht Deutsch und ihr Mann erledigte alle Formalitäten. Als dann die noch vor mir aufgerufen wurden, war ich furchtbar stinkig. Sonst wurde immer der Reihe nach aufgerufen. Für was hatte ich denn schon wieder einen Termin bekommen. Als ich dann bei der Hebamme nachfragte, wann ich denn dran komme, bekam ich nur zur Antwort, dass sie jetzt nicht nachschauen, sie kommt gleich wieder. "Gleich" ist übrigens ein sehr dehnbarer Begriff. Überhaupt wenn du dann schon wieder 1,5 Stunden im stickig heißen Wartezimmer verbracht hast und dich über das Verhalten dort furchtbar aufregst (der Blutdruck begann zu steige). Als ich mich dann bei der Hebamme beschwerte, bekam ich dann auch noch gesagt, dass halt viel zu tun sei und ich eben warten müsse. Die hat mich so angeschnauzt, dass ich ihr gleich zurückschnauzen musste und ihr sagte, dass ich nix für ihre Leseschwäche könnte. Ich lasse mich nicht wie ein 08/15-Patient behandeln. Das war eine richtig zickige, unfreundliche, selbstgefällige Frau. Gott sei dank ist mir die nimmer untergekommen. Beim Blutdruckmessen war ich dann so richtig in Fahrt und zeichnete mich mit 158/115 aus. Die Ärztin machte dann ihre Doppleruntersuchung, die natürlich auch wieder schlechte Werte brachte und daraufhin meinte sie, ich müsse dableiben. Das hatten mein Mann und ich ja schon erwartet. Also blieb ich. Sie wollten sehen, ob sich die Werte ändern, wenn ich Ruhe im Krankenhaus hätte. Naja dieses Krankenhaus hatte mich bis dahin ziemlich aufgeregt. Meinen Blutdruck bekam ich am Abend zwar ein bissl unter Kontrolle, aber die schlechte Versorgung (hoher Widerstand in der Nabelschnur laut Doppler-Untersuchung) blieb.

Am nächsten Morgen wurde mir mitgeteilt, dass mit der Einleitung der Geburt mittels Bändchen begonnen wird. Das Einleiten könnte bis zu 3 Tagen dauern meinten sie auch. Ich war guter Dinge, weil ich mir dachte, dass wird sicher zum Wohle meines Babys sein und nahm alles so wie es kam - vorerst. Mittags bekam ich meine ersten Wehen. Abstand ca. 6 bis 7 Minuten. Ich wurde aktiv und ging viell spazieren und mein Mann erkannte mich kaum wieder. Ich tat alles um die Geburt voranzutreiben (inklusive hoher Luftsprünge). Um 16 Uhr folgte wieder (eine von vielen) CTG-Kontrolle. Da so viele Patienten da waren, durfte ich diese Untersuchung im Kreissaal machen. Ich wurde angehängt und die Wehen waren wieder weg. Na super. Dann funktionierte dieses Gerät nicht. Die anwesende Hebamme war wirklich nett und so war meine Stimmung noch ganz gut. Ein Ultraschallkopf wurde dann ausgetauscht und dann weiter CTG geschrieben. Ich war schon 2 Stunden an dieses Gerät angehängt, als die Hebamme dann meinte, sie würde das mal dem Arzt zeigen. Der Assistenzarzt warf einen Blick drauf und meinte, er zeige das sofort dem Oberarzt. Ab da hab ich mir dann Sorgen gemacht. Das Bändchen wurde entnommen und ich hab auf den Oberarzt gewartet, der mich dann untersuchte. Der Muttermund war 1,5 cm geöffnet, aber wirklich viel hatte sich noch nicht getan. Das CTG war schlecht und eine weitere Doppler-Untersuchung zeigte, dass auch der Widerstand in der Nabelschnur größer geworden ist. Na super. Der Oberarzt entschied, dass der Wehentropf angehängt wird und wir keinen weiteren Tag verschwenden mit einem Bändchenversuch. Ich hatte meinen Mann zuvor nach Hause geschickt, weil ich dachte, dass es eh noch länger dauern würde. Da hab ich dann gleich angerufen und er kam wieder zu mir zurück. Nach einer Stunde Wehentropf kam die beiden Ärzte wieder und die nächste Untersuchung folgte. Wehen hatten sich keine eingestellt. Das CTG wurde gar nicht abgehängt und ich durfte nimmer aufstehen. Mein Rücken und der Kopf taten mir weh, aber das war schon das einzige. Die Rückenschmerzen kamen aber auch vom Liegen und waren keine Wehen. Da entschied sich der Oberarzt zu einer Blasensprengung. Innerhalb weniger Minuten hatte ich heftige Wehen im 2-Minuten-Abstand. Nach einer weiteren Stunde war der Muttermund 4 cm offen. Der Assistenzarzt meinte, es würde schleppend vorangehen. Ich wurde immer unruhiger, da mein Baby gar nicht mehr aufwachen wollte. Ich sagte der Hebamme, dass sie das Baby rausholen sollte, bevor noch etwas passiert. Ich war schon fast panisch. Da holte sie den Assistenzarzt. Der untersuchte mich nach einer Viertelstunde noch einmal. Wahnsinn - 5 cm ist der Muttermund offen - Halbzeit. Ich hatte große Angst und teilte dem Arzt meine Angst mit. Er hängte mir ein sanftes Schmerzmittel an. Eine weitere Viertelstunde später kam der Oberarzt zurück. Er checkte die Werte und meinte, er würde jetzt einen Blutstropfen vom Köpfchen des Babys entnehmen, um zu sehen wie es unserer Kleinen wirklich geht. Er untersuchte zuerst den Muttermund und plötzlich war ich völlig überfordert und ich begann zu schreien. Der Oberarzt verkündete der Muttermund sei verstrichen. Die Presswehen waren gekommen. Die Hebamme teilte mir mit, dass ich jetzt nur tun sollte was sie und der Oberarzt sagen würden. Sie sagte:"Pressen", aber da schrie ich schon wieder auf. Der Geburtsvorbereitungskurs war in diesem Moment vollkommen vergessen. Bis dahin hatte er mir gute Dienste geleistet. Mein Mann sagte zu mir: " Schatz, du musst pressen." Angeblich hab ich ihn daraufhin ziemlich heftig angeschrien, dass ich ja eh presse und ich soll ziemlich wütend geschaut haben. Ich kann mich daran nur leider nicht erinnern. Auf jeden Fall hab ich dann gepresst, ich glaub 2 oder 3 Mal, dann war unsere Kathrin auf der Welt. Zu dem Zeitpunkt befanden sich 2 Hebammen und 2 Ärzte im Kreissaal, die auch alle genauso überrascht waren, dass es doch noch zu einer Spontangeburt gekommen ist. Dann sind die zwei Ärzte ganz schnell mit meiner Kleinen verschwunden und wieder bekam ich Angst. Doch dann hörte ich sie schreien und kurz darauf kamen sie zurück. Das war ein so schönes Gefühl, die kleine Maus am Bauch liegen zu haben. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt völlig das Zeitgefühl verloren und musste dann nachfragen ob noch der 9. Juni wäre. Ich hab nämlich immer gesagt, dass Kathrin entweder am 9.Juni oder nicht vor dem 22. Juni kommt. Ich hatte recht.

Leider erlitt ich einen Dammriss 3. Grades, der dann noch unter Vollnarkose im OP verarztet werden musste, aber das war mir dann alles egal.

Mein "Zwetschgerl" Kathrin ist heute schon 1 Woche alt. Sie hat mir die erste schlaflose Nacht bereitet, aber bisher konnte mich nichts aus der Ruhe bringen. Sie ist das Wunderbarste was mir im Leben passieren konnte.

So das ist mal wieder viel zu viel auf einmal, aber so seid ihr mal ziemlich auf dem neuesten Stand.

lg
Kersi


Freitag, 05.06.2009, 20:34

Also immer wenn man glaubt, es wird jetzt besser kommt der nächste Schlag. Heute hatte ich wieder einmal einen Termin im Krankenhaus. Das Warten war wieder ewig lang (stundenlanges Warten). Ich habe gehofft, dass heute auch alles passt und dass ich endlich mal längere Kontrollabstände bekomme. Das erste CTG hat heute den Ärzten nicht gefallen und der Widerstand in der Nabelschnur war laut Doppler-Untersuchung auch wieder erhöht. Dann haben sie ein zweites CTG gemacht, das entscheiden sollte, ob ich im Krankenhaus bleiben muss oder nicht. Naja das zweite CTG war zwar nicht gut, aber besser als das erste. Dann durfte ich sagen, ob ich lieber im Krankenhaus bleibe oder nach Hause gehe und am Montag wieder zur Kontrolle erscheine. Ich habe mich für die Kontrolle am Montag entschieden. Ich schätze mal, da werde ich dann wirklich im Krankenhaus bleiben müssen. Der Oberarzt (Oberguru der Prenataldiagnostik) meinte heute, dass es bei ca. 3 kg Gewicht und am Ende der 38. Woche kein Problem für das Baby ist, wenn man es früher holt. Naja, das klang eher so, als würden sie das Baby jetzt bald holen. Ich mache mich dieses Wochenende also mal bereit für diesen Fall. Ich gönne meiner Zwergin zwar jeden Tag, den sie in meinem Bauch verbringen darf, aber wenn es ihr nicht mehr gut geht da drin, muss das wohl sein.

Ich kann nur sagen, dass sich heute meine Allergie auf Krankenhäuser wieder verschlimmert hat. Ewig langes Warten, Chaos, Hitze, unbequeme Stühle, usw. haben ihres dazu beigetragen.

Ich bin jetzt schon wirklich froh, wenn ich die Geburt hinter mir habe und mit meiner Zwergin nach Hause komme.

lg
Kersi


Mittwoch, 03.06.2009, 18:25

Also diesesmal war der Besuch im LKH Leoben sehr überraschend. Nämlich überraschend positiv.

Ich wurde zwar gefragt, warum ich schon um 9 Uhr da bin, da mein Termin angeblich erst später wäre, aber da mir der Oberarzt am Samstag keine Uhrzeit gesagt hat, sondern nur, dass ich am Mittwoch wiederkommen solle, habe ich mir auch nix dabei gedacht. Diesesmal musste ich auch nur eine Viertelstunde aufs CTG warten. Das dauerte zwar heute ein bissl länger, weil das Gerät einen Papierstau hatte. Das hat mich aber ned wirklich gestört. Dann kam ich auch gleich beim Ultraschall dran. Dann war der Wert bei der Doppleruntersuchung auch noch in der Norm. Welch Überraschung. Wenn ich also ewig im Wartezimmer warten muss und es dort stickig und heiß ist, passen die Werte dann nicht und wenn ich nicht lange warten muss, passen sie. Sehr spannend.

Der Prenataloberdiagnostiker meinte dann, dass wenn am Freitag auch wieder alles ok ist, wir den engmaschigen Ryhtmus aufweiten können. Naja, für mich ist auch wöchentlich engmaschig, aber wenn es wöchentlich wäre, wäre das dann schon angenehm. Ich kann das Krankenhaus bald wirklich nimmer sehen. Darum wird mein Aufenthalt auch nur so lang wie nötig (maximal 3 Tage bei einer normalen Geburt) und so kurz wie möglich ausfallen.

Ich glaub, ich hab trotz heutigem positiven Erlebnis eine Allergie auf Krankenhäuser. *grins*

Meiner Zwergin geht es auf jeden Fall gut und das soll auch so bleiben.

lg
Kersi


Montag, 01.06.2009, 18:31

Also ehrlich gesagt hab ich schön langsam genug von der Schwangerschaft und von den Ärzten. Man glaubt es kaum, was die durch ihre Art und Weise alles anrichten können. Ich kann auch die Krankenhäuser nimmer sehen und am liebsten würde ich eine Hausgeburt haben, damit ich da nicht mehr hin muss. Da ich aber eine Risikoschwangerschaft habe, ist das ja nicht möglich bzw. keine Hebamme würde dieses Risiko eingehen. Ich erzähl euch einfach mal, warum ich so stinkig auf die Ärzte bin.

Am Anfang der Schwangerschaft hatte ich ja nur Probleme mit meinem Blutdruck und dem Kreislauf. Da hab ich ja noch nicht so oft den Arzt gesehen. Kontrolliert hab ich ja selber. Nach Antritt der Frühkarenz hat sich mein Blutdruck aber stabilisiert und ich musste nicht mal mehr die Tabletten schlucken. Was für eine Erleichterung. Da dachte ich, jetzt wird alles besser und ich kann die Schwangerschaft genießen. Irgendwann nach dem Glukosetoleranztest, den mein Hausarzt als grenzwertig beschrieben hat, kam ich zum Frauenarzt und da meinte man, dass diese Blutzuckerwerte viel zu hoch seien. Daraufhin wurde ich ja ins Krankenhaus überwiesen (davon hab ich schon in einer anderen Story erzählt). Meine Nüchternwerte waren bei der Selbstkontrolle immer knapp über oder unter dem Grenzwert. Nach 5 Wochen (wöchentliche Kontrollen im Krankenhaus) meinte dann die Ärztin ich müsse Insulin spritzen. Ich hab ja Angst vor Nadeln, aber ich dachte mir dann nur mehr, dass ich das alles ja nur für meine Zwergin tu. Ich musste jeden Abend ein Langzeitinsulin spritzen. Das hat bewirkt, dass ich dauernd Hunger hatte. Kohlenhydrate und Zucker sind bei Schwangerschaftsdiabetes ja streng limitiert. Das Gemüse machte mich nicht wirklich satt und die Wurst und das Fleisch auch nicht. Also aß ich und aß ich und ich fühlte mich schlechter und schlechter. Interessanterweise wurden auch meine Blutzuckerwerte mit dem Insulin schlechter, obwohl ich kaum noch Kohlenhydrate zu mir nahm. Zusätzlich hatte ich plötzlich auch noch Ödeme an Füßen und Händen. Das fühlte sich an wie betäubt. Das hat mir dann auch noch gefehlt.

Dann meinte die Ärztin in der Diabetesabteilung ich hätte eine Insulinresistenz und ich müsste mehr Insulin spritzen. Die Oberhebamme und ein Arzt erklärten mir, dass ich nun nicht in Bruck an der Mur entbinden könnte, sondern nach Leoben müsste, weil es da eine Kinderklinik auch gab. Da war ich dann ziemlich verzweifelt, weil ich hatte mich schon so darauf eingestellt in Bruck zu entbinden. Dann hatte ich Angst, dass mein Baby gefährdet ist. Der Arzt meinte auch, dass wenn ich Insulin spritze, das engmaschig kontrolliert werden müsse. Wöchentliche Kontrollen sind doch eigentlich schon engmaschig? Mir war nur noch zum Heulen und ich wusste einfach nicht was ich tun sollte. Da hat mir eine Freundin eine Bekannte empfohlen, die schon seit vielen Jahren Diabetesberaterin ist. Diese ist noch am gleichen Abend zu mir gekommen und hat mit mir meine Blutzuckerwerte angeschaut. Sie sah mich dann nur mehr ungläubig an. Sie verstand nicht, warum ich Insulin spritzen müsse bei diesen Werten. Außerdem sei das Messgerät, das ich habe, eines der ungenauesten überhaupt. Na super und das wusste die Diabetesärztin in Bruck nicht als sie mir Insulin verschrieben hat. Diese Bekannte hat mir ein anderes Messgerät gegeben und ich habe beschlossen, dass ich das Insulin wieder weglasse. Der Hunger wurde weniger und interessanterweise auch die Blutzuckerwerte waren plötzlich immer innerhalb der Grenzen und wurden besser und besser. Ich fühlte mich auch wieder wohler. Die Ödeme wurden auch besser.

Dann kam am Dienstag der erste Termin im LKH Leoben. Bisher musste ich in Bruck maximal 10 Minuten auf das CTG warten. In Leoben wartete ich 2 Stunden auf das CTG. Im Warteraum war es total voll, die Fenster geschlossen und total heiß. Ich wartete und wartete. Dann das CTG. Die Hebamme war vollkommen überlastet, weil zuerst kein Turnusarzt aufzutreiben war, der meine Krankengeschichte aufnehmen sollte. Die Hebamme darf das auf dem Papierzettel ned ankreuzen. Das versteht sowieso die Welt ned. Denn lesen kann wohl jede Hebamme und ankreuzen auch. Dann als ich fertig war am CTG, war kein Assistenzarzt für das Ultraschall auftreibbar, weil die alle im Kreissaal waren. In Bruck hatten die Ultraschalluntersuchungen immer die Oberärzte durchgeführt. Da die Hebamme Mitleid mit mir und den anderen Schwangeren hatte, schickte sie mich zwischenzeitlich in die Diabetesambulanz. Dort kam ich sehr schnell dran, aber nicht weil ich einen Termin hatte, sondern weil meine Bekannte ihre Kolleginnen in Leoben angerufen hatte und der Oberarzt (Spezialist für Diabetes) schon von mir wusste. Interesannterweise meinte auch dieser, dass ich nicht Insulin spritzen muss. Interessanterweise meinte er, dass ich auch nimmer zu ihm zur Kontrolle müsste, solange die Werte weiterhin im Bereich sind. Seine Erklärung für die Therapie der Kollegin mit Insulin: "Manche Kollegen übertreiben es halt ein bisserl." Dieser Arzt hatte mir alles genau erklärt und wirkte total beruhigend auf mich. Ich war erleichtert und dachte, jetzt kann ich die letzten harten Wochen leicht überstehen.

Leider war das wieder falsch, denn dann kam ich zur Ultraschalluntersuchung (nachdem ich eine weitere Stunde gewartet hatte und eine Assistenzärztin aufgetaucht ist). Dann kam auch noch eine zweite Assistenzärztin. Die Ultraschalluntersuchung dürfte nicht deren Spezialgebiet sein, speziell nicht die Doppleruntersuchung. Die erste Ärztin versuchte sich schon mehrere Male daran, dann auch noch die andere. Dann meinten sie, das Kind würde so unruhig sein und mit der Nabelschnur spielen. Ausreden über Ausreden. Dann fragten sie, ob ich in einer halben Stunde wiederkommen könnte. Da ich ja Schwangerschaftsdiabetikerin bin und es schon 13 Uhr war, dachte ich, dass es besser wäre mal was essen zu gehen, bevor ich weiter dort warte. Als ich wiederkehrte haben sie es wieder versucht. Naja, dann hab ich nach dem Oberarzt gefragt, denn den hatte ich schon vom LKH Bruck gekannt (die Ärzte sind nämlich in Bruck und in Leoben die gleichen auf der Gyn). Der meinte dann der Widerstand in der Nabelschnur sei erhöht und das gehöre engmaschig kontrolliert. Ich hasse diesen Ausdruck inzwischen. Engmaschig kontrollieren. Das ist für mich das Unwort/Unausdruck des Jahres 2009. Am nächsten Tag musste ich dann schon wieder kommen, weil der Prenataldiagnostiker (der Guru auf dem Gebiet) an diesem Tag Dienst hatte. Naja die gleiche Prozedur wieder. Nicht nur dass der Weg bis Leoben sehr viel länger ist, auch das Warten war wieder dasselbe und die Temperaturen im Wartezimmer auch (obwohl es stark abgekühlt hatte draussen). Auch dieser meinte dann weiterhin engmaschig kontollieren. Ja schon klar, dass ich nur das Beste für mein Baby will, aber als die Hebamme dann auch noch sagte, dass mein Baby eher klein sei, war ich wieder total verzweifelt. Die nächsten Tage bis zur nächsten Kontrolle am (3 Tage später) waren die Hölle. Ich hab gegrübelt und mir Sorgen gemacht. Dann stellte ich mich auch noch auf die Waage, plötzlich hatte ich 1,5 kg abgenommen in einer Woche. Ich bekam noch mehr Angst. Am Samstag war dann Gott sei dank kein Assistenzarzt zu sehen und ein Oberarzt führte die Doppleruntersuchung durch. Dieser ist selbst Vater und hat alles in Ruhe nochmal erklärt und so erklärt, dass man das auch verstanden hat. Dieser war sehr verständnisvoll. Der hat mich dann auch wieder beruhigt. Die Erklärung für den Gewichtsverlust war auch schnell gefunden. Die Ödeme waren fast völlig verschwunden. Weniger Wasser bedeutet dann natürlich auch weniger Gewicht. D.h. ich habe in der Schwangerschaft bis jetzt 6,5 kg zugenommen. Darüber bin ich richtig stolz auf mich. Durch das Übergewicht, das ich von vornherein hatte, haben alle geglaubt, ich lasse mich jetzt völlig gehen. Das war aber nicht der Fall. Trotzdem wird es jetzt Zeit, dass unsere Zwergin bald auf die Welt kommt, damit ich das Krankenhaus für lange Zeit nimmer sehen muss.

lg
Kersi