kersi

"Ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich richtig ungeniert."

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Sonntag, 20.11.2016, 18:04

Schon seit Jahren bin ich stark übergewichtig und fühle mich nicht wirklich wohl in meinem Körper. Nach einem längeren Entscheidungsprozess habe ich mich dazu entschlossen, mich bariatrisch operieren zu lassen. Darum habe ich mich dazu entschlossen, meinen Blog zu aktivieren und diesen zu nutzen um meine Erfahrungen weiterzugeben. Auch möchte ich es natürlich als eine Art Tagebuch nützen.

Heute möchte ich euch erzählen, wie es zu meinem Übergewicht gekommen ist und warum ich mich für eine OP entschieden habe.

Ich war kein dickes Kind und auch kein dicker Jugendlicher. In meiner Jugend habe ich sogar Leistungssport betrieben. Als ich aufgrund von starken Rückenschmerzen und Problemen in den Knien mit ca. 20 Jahren aufgehört habe, begann die Gewichtszunahme. Ich hatte damals einen BMI von 23,5. Ich hörte auf mit dem Sport und ernährte mich einerseits sehr kohlenhydratlistig, wie ich es zuvor gewohnt war und andererseits ziemlich ungesund, bedingt durch das Studentenleben. Ich nahm in einem Jahr 15 kg zu. Da redete ich mir immer noch ein. Das kann ich ganz schnell wieder abnehmen. Das war ein Irrglaube. Ich nahm weiter zu bis die Waage stolze 105 kg anzeigte und das mit 23 Jahren. Dann zog ich die Handbremse an. Machte bei einer Ernährungsumstellung des Kneipp-Vereines mit und ging nebenbei Slendern. Der Erfolg war, dass ich 25 kg in einem Jahr abnahm. Der Kurs war zu Ende und heimlich still und leise waren die ersten Kilos wieder drauf. Wieder redete ich mir ein, dass bekomm ich ganz leicht wieder hin. Ich nahm wieder zu und sogar noch mehr als zuvor. Als ich einen BM von 44 erreichte schrillten bei meinem Arzt die Alarmglocken. Ich fing wieder mit Bewegung an und mein Arzt schickte mich auf Kur. Ich nahm damit 15 kg ab. Dann wurde ich schwanger und nahm während meiner Schwangerschaft wieder zu. Natürlich wieder mehr als ich zuvor abgenommen habe. Und jetzt bin ich bei einem BMI von gewaltigen 47 angekommen. Inzwischen muss ich auch schon Medikamente gegen Diabetes und Bluthochdruck nehmen. Also echt nicht lustig. Dabei bin ich doch erst 41 und eigentlich habe ich vor noch einige Jahre zu leben.

Während der letzten zwanzig Jahre habe ich zwischendurch natürlich viele Möglichkeiten durchprobiert. Ich war bei den Weight Watchers, ich war bei Myline, hab LowCarb, diverse Ernährungsumstellungen (unterschiedliche Ernährungsberater) und natürlich unterschiedliche Trainingsprogramme ausprobiert.

Dann habe ich mich dieses Jahr im März bei einem Krankenhaus in Graz nach meinen Möglichkeiten informiert. Dort erklärte man mir, dass eine bariatrische Operation (Magenbypass, Schlauchmagen) für mich sehr zu empfehlen wäre. Ich bin bei dieser Operation zwar ein Hochrisikopatient bei einer Hochrisikooperation, aber wenn ich so weiter mache wie bisher, müsste ich in den nächsten Jahren mit einem Herzinfarkt oder Schlaganfall rechnen. Man hat mir in Graz zu einem Magenbypass geraten, da dieser am besten zu meinen Ernährungsgewohnheiten und zu meinen Nebenkrankenheiten passt. Dann gab man mir eine Liste mit, welche Untersuchungen ich durchführen lassen müsste, bevor ich die Operation bei der Krankenkasse beantragen könnte. Wenn ich die Genehmigung hätte, sollte ich dann anrufen, um einen Termin fragen, der dann mindestens 1 Jahr später (also ca. Juli 2017) sein würde. Das erschien mir dann doch ein bisserl lang und durch Zufall hab ich mit meiner Schwägerin geredet und die hat gesagt, fahr einmal zum Krankenhaus der Bamherzigen Schwestern in Wien. Ich kam dahin und die erklärten mir, dass in meinem Fall die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf normalem Weg abnehme, bei 1% liegt. Schon ein bisserl wenig dachte ich. Und auch dort hat man mir zu einem Magenbypass geraten. Im Gegensatz zu Graz hat man mir dort einen Termin für einen 2-tägigen Aufenthalt gegeben, wo alle notwendigen Untersuchen für die Beantragung der Operation durchgeführt wurden. Ich hätte den frühesten Termin schon im September 2016 haben können. Aus beruflichen Gründen konnte ich im September nicht. Ich werde am 12. Dezember 2016 (und nicht erst irgendwann nächstes Jahr) im Krankenhaus aufgenommen und am 13. Dezember (sollte nichts dazwischenkommen) operiert. Voraussichtlich werde ich 5 bis 6 Tage im Krankenhaus sein und dann nach Hause kommen und dann startet mein neues Leben.

Ich habe Angst vor der OP. Wer hat keine Angst vor Operationen. Ich muss aber zugeben, dass ich mich auch schon darauf freue.

So, das war es mal fürs Erste. Ich melde mich wieder mit weiteren News.

Quelle Foto:https://pixabay.com/de/gesch%C3%A4ftst%C3%A4tigkeit-klinik-1807541/


Donnerstag, 31.07.2014, 08:32

Na meine Lieben, da bin ich mal wieder. Nein keine Sorge, dieses Mal wird es keine deprimierende Story, wie es sonst oft folgt, wenn ich nach langer Zeit wieder einmal da bin. Dieses Mal hat mich ein Kommentar von marieblue wieder zurückgeholt. Da wurde mir bewusst, wie lange ich schon nix mehr geschrieben habe und dachte mir, ich erzähl euch mal wieder was.
Also ab 1. Jänner begann mein arbeitsloser Monat. Die Frau am AMS wusste ned wirklich was sie mit mir machen soll. Akademikerinnen vermittelt sie anscheinend ned so häufig oder vielleicht auch nur solche aus technischen Bereichen nicht. Hab mich also im Jänner mal ausgerastet oder auch nicht. Ich hab mal mein Haus geputzt. Ich hab liegengelassenes erledigt. Ich habe viel Zeit mit meiner Tochter verbracht.
Im Februar dann hab ich dann wieder mit meinen Maturakursenn gestartet. Die sind ja immer abends gewesen und daher war ich weiterhin tagsüber bei meinem Kind. Ich genoss die Zeit am Vormittag, wenn mein Mann arbeiten war und mein Goldstück im Kindergarten. Ich entwickelte eine neue Gewohnheit. Sobald ich allein zu Hause war, gönnte ich mir ein gemütliches Frühstück. Kein Geschrei, kein Stress, einfach Ruhe genießen. Da hab ich immer Energie getankt. So ging es die ganzen Monate weiter. Nicht ganz wie ihr euch sicher vorstellen könnt. Im März habe ich mit meinem Lehramtsstudium begonnen. Habe einige Lehrveranstaltungen besucht und war eigentlich recht erfolgreich. Will nicht sagen war ein Streber, denn einmal bekam ich einen 1er weil ich sagte, dass ich nicht weiß, ob ich schon wirklich alles verstanden hab. Mein Credo "Ich weiß, dass ich nichts weiß", führte mich dann auch noch zu weiteren Erfolgen. Studium, Arbeit und meine Familie hielten mich dann doch schön auf Trab und ich konnte mir gar nimmer vorstellen, wieder 40 Stunden (oder mehr) in irgendeinem Industriebetrieb zu verbringen. Der Weg war klar und das Ziel auch.

Im April verstarb dann mein Onkel. Wenn ich meine letzten Storys gelesen habt, wisst ihr ja, dass rund um mich viele Menschen in den letzten Jahren gestorben sind. Auch dieses Jahr bin ich davon nicht verschont geblieben. Ich bin einerseits traurig darüber, dass ich meinen Onkel nie wieder im Supermarkt treffe und er mir erzählt, wo er alles hinfährt und mich mit dem einen für ihn typischen Satz beglückt: "Daham sterbn di Leit." Aus diesem Grund war er auch immer unterwegs. Sein Leiden dauerte schon ein Jahr und eigentlich war es für ihn eine Erlösung. Denn so wie es ihm erging, wollte er sicher nicht leben. So hat er sich das sicher nicht vorgestellt. Ich behalte ihn in lieber Erinnerung. Dieses Mal hat mich der Verlust, obwohl das mein Lieblingsonkel war, nicht mehr so aus der Bahn geworfen. Lernt man eigentlich mit Trauer umzugehen oder ist es meine (meist zumindest) Ausgeglichenheit?

Im April war es auch, als die LehrerInnenausschreibung des Bundes herauskamen. Natürlich hab ich mich sofort als Quereinsteigerin beworben. Anfänglich schaute es gar nicht gut aus für mich. Aus irgendeinem Loch kamen da fertige Lehramtsanwärter daher und ich weiß nicht woher. Naja, aber ich kann euch trotzdem berichten, dass ich im Herbst eine volle Lehrverpflichtung an einer ganz tollen Schule bekommen hab. Mein Studium werde ich zumindest für ein Jahr aussetzen. Ich hoffe, bis dahin bekommen Sie es in Graz hin, dass das Lehramtsstudium für QuereinsteigerInnen implementiert ist, dann würde ich darauf umsteigen. Das wäre mit meiner neuen Anstellung einfach leichter schaffbar.

Was soll ich sagen. Ich hab mir meine größten Träume erfüllt, noch bevor ich 40 werde. Jipppiiiieeeee. Ui 40 schaut jetzt aber wirklich böse aus, denn derzeit fühl ich mich eher wie 25. Ob das an den neu begonnen Yogaeinheiten liegt?

Auch wenn es im 1. Halbjahr finanziell schwieriger war als früher, bin ich glücklich wie noch nie. Ich bereue nichts und ich weiß, dass es absolut der richtige Weg ist.

Eure vor Glück schäumende (liegt nicht am Hugo)
Kersi

[Foto ist wieder von mir persönlich]


Mittwoch, 18.12.2013, 16:37

Vor einiger Zeit habe ich euch von meiner Kündigung berichtet und meinen vielen Plänen und irgendwie war alles Chaos und ich fühlte mich als würde mir der Boden unter den Füßen weggerissen werden. Viele liebe Menschen haben Gespräche mit mir geführt. Ein Satz hat mich dabei verfolgt.

" Geht eine Tür zu, gehen 5 andere auf."

Anfangs hab ich diesen Satz gehasst, da ich dachte, dass ich ja gar nicht wollte, dass diese Tür zugeht. Ich war der Meinung, dass diese Tür genau meine Tür ist/war. Naja, das war ein Irrtum. Jahrelang hab ich mich eigentlich selbst angelogen. Ich habe eine tolle Ausbildung und alle glauben, dass ich jetzt ganz schnell einen Job wie diesen haben werde. Weit gefehlt. Ich mache jetzt das, was ich schon immer machen wollte. Mein Weg führt als Lehrerin an eine Schule. Die Möglichkeiten sind da, obwohl ich kein Lehramt studiert habe. Um die Chancen zu steigern, beginne ich im März mit meinem Lehramtsstudium. Das was ich als Nebenjob (Mathe-Lehrerin für die Berufsmatura und Lehre mit Matura) schon jahrelang mit Liebe mache, wird jetzt meine Zukunft. Unterrichten, Kindern Spaß am Lernen vermitteln, zeigen, dass Mathe doch ned so schlimm ist wie alle glauben. Es gab schon immer wieder diese Intention an eine Schule zu gehen und jetzt gehe ich diesen Weg.

Könnt ihr euch vorstellen, wie schockiert meine Eltern waren, als ich sagte, dass ich ein Bewerbungsgespräch abgesagt habe, weil ich wusste, dass ich diesen Job nicht annehmen werde? Ich glaube für Sie ging die Welt da unter. Ihrer Meinung nach würde ich jetzt auf Ewigkeiten arbeitslos sein. Ich werde aber nur einen Monat lang arbeitslos sein. Der Jänner wird mein Monat. Ab Februar arbeite ich dann an 3 Maturakursen (im März kommt ein 4. dazu) mit einem Freien Dienstnehmervertrag. So werde ich mein Studium finanzieren können und auch meinen aktuellen Lebensstandard. Das tollste an der Sache ist aber, dass ich viel mehr Zeit für meine Tochter haben werde. Die wird es gar ned glauben können, dass ihre Mama so viel da ist. Wahrscheinlich wird sie mir dann sagen, dass ich arbeiten gehen soll.

Ich freue mich schon sehr auf diesen neuen Lebensabschnitt. Trotzdem ist da ein bisserl Angst vor dem Neuen. Angst, dass irgendetwas nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Echt arg. Warum hab ich eigentlich Angst? Die Weichen für 2014 sind gestellt. Alles wird besser. Endlich mehr Zeit für die Familie und endlich einmal Zeit für mich selber. Das ist voll ungewohnt. Nach 2012 (schlimmes Jahr) und 2013 (sehr schlimmes Jahr) kommt jetzt 2014. Alles wird anders und ich weiß, dass ich ab jetzt wieder auf dem richtigen Weg bin.

Ich wünsche euch Frohe Weihnachten! Genießt die Zeit mit euren Lieben und vermeidet Weihnachtsstress.

lg
Kersi


Dienstag, 03.12.2013, 11:48

Das Christkind flog von Haus zu Haus,
und traf den Weihnachtsmann oh Graus!

Wie er grade aus dem Rauchfang kam,
das Christkind denkt sich.“Heast ih dram!“

Wos mocht der do in mein Revier?
Den Dicken knöpf ich mir jetzt fia!

Es fliegt vor seinen Rentierschlitten,
und stellt sich vor eam hin ind Mittn!

In dem Erdteil do mein lieber roter,
do gibt’s nur mi, sonst frogst mein Vota!

Der Weihnachtsmann schaut gaunz verduzt
und sogt.“Entschuldigung wos nutzt!“

So viele von de klanen Gfraster,
die hom des Army-Weihnochts-Laster!

Do kaun ih leider nix dafia,
aun der Wirtschaft ligts, und net aun mia!

Ich kum halt waun de glaum mi gibt’s,
drum bin ih do heast Kruzifix!

Des Christkind schaut ganz traurig drei
Und denkt sich nur oh mei, oh mei!

Wos soll des Ganze dann nu bringa,
wenn de Leut ka „Stille Nacht“ meha singan!

Wenn’s vergessen auf die Nächstenliebe,
und der Kaufrausch steuert ihre Triebe!

Und so stengan jetztn do de zwa,
des Christkind und ah Waumpada.

De zwa de wean nu recht vü streiten,
wenn’s aufhörn können wir entscheidn.

Drum liebe Leute denkt daran,
in Amerika do gibt’s an Weihnachtsmann!

Den haum die Gschäftsleut dort erfunden,
den boadat, roten, kugelrunden!

Und merkts euch alle miteinand,
mir san ah christlichs Abendland,

Do gibt’s ah Christkind aus und basta,
uns kane roten Weihnachtsmasta!!




(Gedicht:Andreas Hagenauer, Foto: derheiligegeist.de)


Donnerstag, 07.11.2013, 09:56

Also ich muss sagen, immer wenn du denkst es geht nicht schlimmer, wirst du ganz bestimmt vom Gegenteil überrascht. Es geht schlimmer. Und dennoch stehst du immer wieder auf und machst weiter. Hier nun eine kurze Zusammenfassung von 2013.
Jänner: Mein Schwiegervater ist sehr krank. Nach 5 Tagen daheim (davor Monate im Krankenhaus), kommt er wieder ins Krankenhaus. Unser Golden Retriever erleidet seinen ersten Bandscheibenvorfall und kann kaum laufen. Die Therapie wird gestartet.

Februar: Schwipa stirbt. Die Trauer ist groß, auch wenn uns klar ist, dass ihm so weiteres Leiden erspart bleibt. Zwei Wochen später müssen wir einsehen, dass unser Golden Retriever nur noch leidet und inzwischen an einem mehrfachen Bandscheibenvorfall leidet. Das Erlösen von seinem Leid war das einzig mögliche. Die Trauer wird verstärkt.

März und April: Wir halten als Familie zusammen. Versuchen wieder in die Normalität zu finden. Trauer dauert, doch wir machen weiter. Der Arzt diagnostiziert mir zusätzlich zum Bluthochdruck (hauptsächlich stressbedingt) noch Diabetes. Schock und Angst darüber sitzen tief. Der Arzt will mich auf Kur schicken, damit sich durch eine Diät die Zuckerwerte wieder in einen normalen Bereich senken. War ja "nur" grenzwertig, aber die Gefahr für die Zukunft ist einfach zu groß. Ich will doch lange leben. Doch ich verzichte auf die Kur, da man mir in der Firma mitgeteilt hat, dass ich zu oft krank wäre (Krankenstandstage 2013 bis dahin 5 Tage mit Lungenentzündung). Ich tue das, um meinen Job, den ich mag und der mir Sicherheit gibt, nicht zu verlieren (Was für eine Dummheit!)

Mai: Anfang Mai stirbt aus heiterem Himmel einer meiner besten Freundinnen mit 39. Der Schock ist groß. Ich kann nicht glauben, dass Sie nicht mehr da ist, kann nicht glauben, dass Sie da im Sarg liegt. Bin sehr traurig. Habe Angst, dass mich noch weitere Menschen verlassen. Angst und Trauer begleiten jeden Tag. Ich sehe die Mutter meiner Freundin und realisisere, wie schlimm es für eine Mutter sein muss, sein Kind zu verlieren. Die Angst wächst. Doch ich stehe wieder auf, sehe mein Kind an und denke: "Das Leben ist schön, weil es dich gibt."

Juni, Juli und August: Der Sommer zieht ein und es beginnt eine Zeit der Ruhe. Der Urlaub im Juli schenkt mir viel neue Kraft und Energie. Nichts bringt mich aus der Ruhe und ich beschließe endlich etwas für meine Gesundheit zu tun. Das Übergewicht könnte mich ja schließlich töten. Mein Onkel erleidet in dieser Zeit einen Herzinfarkt und wird mehrmals operiert. Da ich meinen Onkel kenne, denke ich nur, dass sein Lebenswille so groß ist, dass der sicher wieder gesund wird.

September: Ich habe einen Autounfall. Kosten: 10000 €uronen. Woher das Geld nehmen und nicht stehlen. Gott sei dank ist mir nix passiert. Das Geld kann ich trotz Engpass irgendwie auftreiben.
Meinem Onkel geht es schlechter. Es geht ihm so schlecht, dass wir mit dem schlimmsten rechnen mussten. Doch sein Lebenswille scheint ungebrochen.

Oktober:
Meinem Onkel geht es wieder schlechter. Wieder muss mit dem schlimmsten gerechnet werden. Er ist immer noch im Krankenhaus. Es nagt an den Nerven. So wie es ausschaut kommt er nie wieder in seine Wohnung zurück. Er wird ein Pflegefall bleiben und das im besten Fall.
Dann der Hammer, ich werde gekündigt. Angeblich weil Sie sich mehr von mir erwartet haben und die Leistung nicht stimmt. Ich sage, dass ich familienbehindert (Mutter mit Kind) bin und zusätzlich noch zu teuer. Da nehmen wir uns lieber jemand jüngeren mit schlechterer Ausbildung und dafür bekommen wir zwei Männer zum Preis von einer gut ausgebildeten Frau. Der Schock sitzt tief. Was tun? Verzweiflung macht sich breit. Ich ärgere mich auf die Kur verzichtet zu haben und auch Arzttermine immer hinausgeschoben zu haben, wenn ich sie nicht überhaupt hab sausen lassen. Depressionen wollen sich breit machen, aber ich stehe wieder auf und beginne Bewerbungen zu schreiben und denke sogar darüber nach einen ganz neuen Weg einzuschlagen.

Für mich gab es aber auch etwas: Ich durfte wieder feststellen, dass mein Mann in schlechten Zeiten, wie ein Fels in der Brandung zu mir steht (trotz einiger Beziehungsproblemen-aber wo gibt es die nicht) und dass ich Freunde haben, die mir in der Not ihr letztes Hemd geben würden. Außerdem ist mir eines bewusst geworden Familie und Freunde sind unwiderbringlich. Einen neuen Job wird wohl auch für eine übergewichtige, hochqualifizierte Mutter mit Kind und Ehemann zu finden sein.

Nach dem schlechten Jahr 2012 nun das katastrophale Jahr 2013. Die Angst vor dem Neuen und Ungewissen ist da. Trotzdem heißt es aufstehen und weitermachen. Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben, aber wie fängt man sowas an? Soll ich doch noch ein Lehramtsstudium beginnen und so meinem Traumjob nachgehen können? Wie soll ich finanziell über die Runden kommen? Es gibt viele Fragen und kaum Antworten.

Ich hoffe jetzt nur, dass das für 2013 alles an schlimmen Dingen war, denn momentan weiß ich nicht, wie oft ich es noch schaffe wieder vom Boden aufzustehen und weiterzugehen. Die Angst lähmt mich. Doch ich sehe mein Kind und das gibt mir viel Kraft.

(Fotoquelle: von mir selber gemacht)


Freitag, 23.08.2013, 09:21

Im Jahr 2012 dachte ich, es kann nach dem Tod meiner Schwägerin mit 36 und der Erkrankung meines Schwiegervaters und vielen vielen kleinen Rückschlägen nicht schlimmer kommen und freute mich schon auf 2013.

2013 dann der Schock. Es geht doch schlimmer. Anfang Februar verstarb mein Schwiegervater. Zwei Wochen später mussten wir unseren Golden Retriever einschläfern lassen. Warum wurde ich so bestraft. Kaum hab ich mich von diesem Februar-Tief kam der nächste Tiefschlag. Meine Freundin starb mit 39 Jahren ganz plötzlich an einem Herzinfart. Warumm verlassen mich nur alle Menschen? Was hab ich getan, dass ich das verdient habe? Grübeln. Zweifeln. Depressionen. Alles bin ich durchlaufen.

Jetzt bin ich zur Erkenntnis der Erkenntnisse gekommen. Bei der Geburt wird dir mit der ersten Windel ein Zettelchen beigepackt, wo dein Ablaufdatum draufsteht. Beim einen früher, beim anderen später. Es kommt nicht darauf an, wie lange man lebt, sondern wie man lebt. Wenn ich abtrete möchte ich sagen können, dass ich alles getan habe, was ich tun wollte. Da lerne ich gerade sehr viel von meiner 4jährigen Tochter. Wir sollten da viel von den Kindern übernehmen, denn die wissen besser Bescheid darüber, was es heißt das Leben zu genießen.

Mein Onkel hat vor wenigen Wochen auch einen Herzinfarkt erlitten (er ist 70). Hat inzwischen eine schwere OP hinter sich und einige Organe sind schwer angegriffen. Er hat sein Leben immer so gelebt wie er es wollte. Ich bin jetzt nicht wieder in Verzweiflung verfallen, obwohl es ihm so schlecht ging. Mein Umkreis hat sich schon gewundert, wie ich das so locker hinnehmen kann. Der Mensch ist einfach ein Wunderwuzi, der die schlimmsten Dinge überstehen kann und sogar noch stärker aus ihnen hervorkommt.

Liebe Grüße von eurer erkenntnisreicheren
kersi

P.S. Das Foto ist übrigens von mir.


Freitag, 09.08.2013, 07:44

Gestern höre ich im Radio, dass es in Gegenden, die weiter weg von großen Städten sind, eine viel schlechteres Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln gibt. Welch Neuigkeit!!!!! Ich lebe am Land und schon in meiner Kindheit (sehr lange her) war es nie anders. Dafür musste viel Geld für eine Studie rausgeworfen werden? Ich hätte das gleich sagen können, aber auf mich armes kleines Würstel hört ja niemand. Nur damit niemand sagen kann, warum hast du nix gesagt, hier noch eine Sache, die mir im Kopf herumschwirrt.
Ich lebe am Land. Von Kinderbetreuungseinrichtungen, wie in den größeren Städten können wir nur träumen. In unserer Region gibt es 5 Kindergärten - meist eine Gruppe mit ca. 25 Kindern (in unserer Region leben ca. 7000 Menschen). In der Steiermark kann man frühestens ab 3 Jahren in den Kindergarten gehen. Von einer Kinderkrippe brauchen wir nicht mal träumen. In den letzten 3 Jahren haben 3 der 5 Kindergärten eine alterserweiterte Gruppe eingeführt. D.h. derzeit gibt es maximal 9 Plätze für Kinder ab 1,5 Jahren. Einen dieser Plätze zu bekommen ist jedoch schwierig, weil es ja genug Bewerber gibt. Als meine Tochter 2 Jahre alt wurde und wieder voll zu arbeiten begann, hätte ich eine Kinderbetreuung benötigt und keinen Platz gefunden. Jetzt kommt sicher der Kommentar:"Warum hast du dir den keine Tagesmutter genommen?". Ja Tagesmütter sind rar und leider gibt es bei uns hier am Land keine. Ich hätte müssen in die nächsten Städte fahren und dort mein Kind unterbringen und da ich ganztägig arbeiten ging, konnte man mir dort nicht einmal garantieren, dass mein Kind jeden Tag zur gleichen Tagesmutter kommt. Welch ein Wahnsinn. Diese Städte sind also auch nicht groß genug, obwohl dort hätte es eine Kinderkrippe gegeben, aber leider kommen dort vorrangig Ortsansässige dran und auch die sind immer voll. Wo sind hier bitte die Millionen, die in die Kinderbetreuung gesteckt werden?

Meine Tochter geht inzwischen in einen privaten Kindergarten. Diese Kindergruppe ist ein Verein, d.h. es gibt da ein paar freiwillige "Geisteskranke", die versuchen am Land eine ausreichende Kinderbetreuung zu gewährleisten. Leider können wir keine alterserweiterte Gruppe anbieten, da unsere Räumlichkeiten dies nicht zulassen. Ein Versuch neue Räumlichkeiten zu bekommen, wurde bei den letzten Gemeinderatswahlen von der Politik versprochen und dann ist das im Sande verlaufen, weil es kein Geld gibt. Es wurden schon Pläne veröffentlicht und den Leuten das Blaue vom Himmel versprochen. Nichts ist passiert. Dieser Verein bietet als einziger in der Region eine Nachmittagsbetreuung inklusive Aufgabenbetreuung und Erlebnisnachmittagen für Kinder von 2 bis 14 Jahren. In keiner der 5 Volksschulen oder in der Neuen Mittelschule oder in den anderen Kindergärten gibt es das. Angeblich ist die Nachfrage nicht ausreichend. Ich kann berichten, dass bei uns Jahr für Jahr mehr Kinder dieses Angebot in Anspruch nehmen. Wir am Land haben gelernt unsere Kinder bei der Familie oder Freunden unterzubringen, wenn man zur Arbeit muss. Darum muss sich dieses Angebot Schrittchen für Schrittchen herumsprechen. Unterstützung der umliegenden Gemeinden lässt auch zu wünschen übrig. Ein Bus der die Kinder zur Nachmittagsbetreuung bringt, wäre wünschenswert. Das würde den Familien sicher helfen. Weiters bieten wir eine Sommerbetreuung für Kinder von 3 bis 14 Jahren (mit ganz tollem Programm) und das auch als einzige Kinderbetreuungseinrichtung in der Region.

Ich habe mich sofort bereiterklärt auch einer der freiwilligen "Geisteskranken" zu werden, die ihre Freizeit, dazu verwenden für die Kinder das Beste herauszuholen. Ein paar Dinge konnte ich schon verbessern, aber alles nur im kleine Rahmen. Ein Verein ist nicht darauf aus Gewinn zu machen, also sind wir immer auf Förderungen und Sponsoren angewiesen. Das ist nicht immer leicht vor allem bei den Förderungen. Die geben da Vorgaben, die wir am Land gar nicht einhalten können. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit. Es gibt eine Förderung von Kinderbetreuung im Sommer für Kinder aus sozial schwachen Familien. Zuerst konnten wir diese Förderung nicht bekommen, weil sie angeblich nur für Betreuungseinrichtungen ist, wo die Kinder auch übernachten (Ferienlager). Dann erklärte man uns, die Kinder müssten den ganzen Monat lang gehen damit sie die Förderung bekommen. Wir bieten den Eltern jedoch an, dass sie einzelne Tage und das sehr flexibel (24 Stunden vorher) buchen können. Das zwar auch zu einem super Preis von 5,50 € für den halben Tag (max. 6 Std.) und 10 € für den ganzen Tag. Für das Mittagessen (wenn gewünscht) kommen noch 3,50 € dazu. Ich finde das ist ein Schnäppchen. Also wieder durch den Rost gefallen. Im Endeffekt wurde uns mitgeteilt, dass die Eltern ihre Kinder mindestens 5 Tage im Monat zur Sommerbetreuung schicken müssen, damit sie diese Förderung bekommen. Unsere Frau Obfrau hat für dieses Ergebnis zwei Monate ihres Lebens geopfert, indem sie darum gekämpft hat.

Ich habe jetzt ein "Herzensprojekt" gestartet - natürlich arbeiten der Vorstand und die Kindergartenpädagoginnen mit. Die Räumlichkeiten befinden sich in einer alten Villa mit großen Garten. Der Garten ist ein Traum für jedes Kind. Die Einrichtung in den Räumen ist jedoch zusammengewürfelt und natürlich auch in die Jahre gekommen. Wir versuchen jetzt alles zu verschönern. Das kostet Geld, sogar viel Geld. Die Gemeinde will nichts mehr tun vor der Gemeindezusammenlegung (2015). Ich laufe von Pontius zu Pilatus um das Geld zusammen zu bekommen. Doch irgendwie scheint keiner irgendwie Geld für unsere Kinder zu haben. Kinder sind doch unsere Zukunft. Warum werden in der Politik große Reden geschwungen bezüglich Verbesserung der Kinderbetreuung, aber wir spüren nichts davon. Bei uns kommt nix an. Ich finde das traurig und deswegen werde ich nicht aufhören zu kämpfen, bis ich mein Herzensprojekt umgesetzt habe.


Mittwoch, 19.12.2012, 15:21
Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt,
erst war es klein, man sah es kaum
nun brennt der ganze Weihnachtsbaum.

Der Nachbar draußen sieht den Schimmer
und schon brennt drin das ganze Zimmer.
Und statt der zünft` gen Liederstrophe,
geschieht im Haus die Katastrophe.

Die Mutter laut um Hilfe schreit,
doch das Dorf ist tief verschneit,
ein Häslein nur zum Haus hinschaut,
der Weihnachtsabend ist versaut.

Da kommt die Feuerwehr gerannt,
zu löschen diesen Wohnungsbrand.
Den Hamster man vom Boden hebt,
doch er hat es nicht überlebt.

Die Familie, die ist voller Kummer,
da fällt dem Sohne ein die Nummer.
Geschwind er zum Telefon schnellt
und schon mal einen Sarg bestellt.

Der Gabentisch ist nun ganz leer,
die Kinder glotzen blöd umher.
Da lässt der Vater einen krachen,
die Kinder fangen an zu lachen.

So kann man auch mit kleinen Sachen
den Kinderherzen Freude machen.

Autor: Unbekannt


Bildquelle:http://www.noe.wifi.at/nl_paku/kunden/83/WeihnachtsgrussWIFI_NL83.htm


Montag, 17.12.2012, 11:43

Alle Jahre wieder ärgere ich mich, dass der dicke, in rot gekleidete Kerl mit Schnapsnase überall zu sehen ist. Bei uns ist es doch Tradition, dass das Christkind kommt. In den letzten Jahren war es aber noch leichter für mich, meine Tochter war einfach noch zu klein.

Vor ein paar Tagen in einem Baumarkt, wo ein Weihnachtsmann mit Geschenkpaketen als Dekoration hingestellt wurde:
Kind: Schau Mama, da ist der Weihnachtsmann. Bekomm ich jetzt ein Geschenk.
Mama: Nein, weil bei uns kommt das Christkind und das erst am 24.
Kind: Warum denn?
Mama: Weil es die Geschenke erst am 24. gibt. Auch diese Geschenke hier sind noch leer.
Kind: Warum kommt der Weihnachtsmann nicht sofort, wenn doch das Christkind erst am 24. kommt
Mama: Der Weihnachtsmann kommt auch erst am 24., aber nicht bei uns.
Kind: Warum denn nicht?
Mama: Das Christkind ist der Chef und weil das Christkind kein Englisch spricht, muss der Weihnachtsmann die Geschenke in Amerika austragen im Namen vom Christkind.
Kind: Bekommt der Weihnachtsmann vom Christkind bezahlt, wenn es für ihn arbeitet.
Mama: Ja natürlich (denkt, damit er sich ein paar Flaschen Schnaps kaufen kann).
Kind: Wieviel?
Mama: Genug.
.
.
.
.
.

Also dies geschah in einem Baumarkt in Österreich.

Im Fernsehen ist dieser rote gekleidete Kerl auch dauernd, also musste ich mir was einfallen lassen.

Für mich ist die Tradition mit dem Christkind viel schöner. Ich denke gern an die Zeit zurück, als ich als Kind ganz ungeduldig auf das Christkind gewartet hab.

Warum betet man einen schnapsnäßigen Kerl an, der von Coca Cola erfunden wurde. Der Weihnachtsmann in nordischen Ländern trägt nämlich interessanterweise blau und nicht rot. Für mich ist der Weihnachtsmann auch ein Symbol für den wahnsinnigen Konsum zu Weihnachten. Nicht die Familie und die Liebe zählt, sondern nur wer mehr und vor allem das größte Geschenk gibt. Das macht mich jedes Jahr immer traurig, wenn ich den Weihnachtshorror auf den Straßen beobachte. Nur eines lässt mich jedes Jahr hoffen und dass sind die großen Augen meiner Kleinen, wenn sie vor dem Weihnachtsbaum steht. Da weiß ich dann, warum Weihnachten ein so schönes Fest sein kann.

Wünsche euch noch einen ruhigen und besinnlichen Advent.
kersi


Dienstag, 16.10.2012, 09:25

Foto von mir und mit meiner Zustimmung gepostet

Also meine selbstverordnete Therapie wirkt schön langsam. Der Trübsinn lichtet sich und ich bekomme auch wieder die Fähigkeit auch die guten Dinge im Jahr 2012 zu sehen und das obwohl schon wieder ein lieber Bekannter von mir viel zu früh verstorben ist. Vor zwei Wochen hätte mich das sicher endgültig aus der Bahn geworfen, doch jetzt denke ich, dass es sehr traurig ist, dass er nicht mehr da ist und dass einfach seine Zeit hier auf Erden zu Ende gegangen ist. Ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass mir bei diesen Worten ned schon wieder die Tränen in den Augen stehen.

Was hab ich nun gemacht, was mir geholfen hat. Ehrlich gesagt, habe ich mein Leben "entschleunigt" oder "entstresst" oder wie man das auch immer heute nennen möchte. Arbeiten gehen musste ich. Das ließ sich nicht vermeiden. Meine kleine Tochter diente mir als Motivator. Sie verlangte täglich von mir zu tanzen. Dann sind wir wie wild im Wohnzimmer herumgesprungen. Das war sogar richtig lustig. Wir machen das auch jetzt fast täglich. Mein Mann wollte die ganze Zeit wissen was los ist und wollte alles zu Tode reden. Er hat fast nicht gepackt, dass ich ned reden wollte und immer mehr auf mich eingeredet. Ich hab mich zurückgezogen in meine kleine Seelenhöhle und habe nachgedacht. Habe mir überlegt was wirklich wichtig ist. Ich bin auch nicht ins Fitnesscenter oder hab Freunde getroffen. Man kann sagen ich bin in mich gegangen. Habe überlegt. Habe geweint. Hab natürlich auch gegrübelt. Hab mich über Felix Baumgartner geärgert und dann beschlossen, dass es sinnlos ist sich über seinen sinnlosen Sprung zu ärgern. Durch das viele Nachdenken kam ich dann zu ein paar Einsichten oder sogar Beschlüssen.

Das wichtigste in meinem Leben ist meine Familie und mit der möchte ich Zeit verbringen. Jede Minute genießen. Jedoch nicht planen was wir alles machen müssen, sondern einfach nur den Moment genießen, jeden Augenblick. Das kann einem keiner nehmen. Ich führe derzeit auch sehr gute Gespräche mit meinem Mann und dabei habe ich festgestellt, dass es ihm auch nicht gutgeht. Es ist aus Wut sogar Verständnis geworden und das von beiden Seiten. Wir sind noch nicht harmonisch aber wir sind aufmerksam dem anderen gegenüber.

Mein Übergewicht wird mich wahrscheinlich ein paar Jahre meines Lebens kosten, doch wenn ich mir jetzt einen Stress mache, um so schnell wie möglich abzunehmen, geht es mir vielleicht so wie manchen anderen, die schlank und sportlich sind und trotzdem zu früh einen Herzinfarkt erleiden. Also meine Termine im Fitnesscenter werden mich zukünftig nicht stressen, so wie sie es die letzten 2 Monate getan hab. Könnt ihr euch vorstellen wie das ist, wenn man ins Fitnesscenter geht, um etwas für sich zu tun und eigentlich die ganze Zeit nur denkt, dass man seine Übungen so schnell wie möglich absolviert, dass man schnell zu Hause ist um irgendwelche Hausarbeit oder andere Dinge zu erledigen, damit der Ehemann ned wieder rumjammert. Es ist die Hölle und damit hat das ganze trainieren auch gar keinen Spaß gemacht.

Die leidige Hausarbeit ist so ein Thema. Auch wenn mein Mann (das auch zurecht) meint, dass wir uns eine Putzhilfe nicht leisten können oder sollen, werde ich versuchen, ab November eine solche zu bekommen. Das wird wahrscheinlich nicht so leicht, da ich zwei Hunde und zwei Katzen (davon eine Kampfkatze) habe.

Am wichtigsten von allem ist, dass ich lerne gut zu mir selbst zu sein. Dann wird sich sicher vieles von allein lösen. Dann geht es auch meinem Kind und meinem Mann gut oder zumindest besser.

Heute regnet es zwar, aber irgendwie gibt es da ein ganz kleines Leuchten in meiner Seele. Hoffentlich wird das noch zu einem richtigen Strahlen.

Wünsche euch eine schöne Woche,
Kersi